Betreff: Re: Der letzte Film
„Starman“ (1984) von John Carpenter hat mich heute bei der Erstsichtung als emotionales Science-Fiction-Drama tief berührt, da es eine ungewöhnlich feinfühlige Liebesgeschichte im Gewand eines Roadmovies erzählt. In der Handlung folgt man einem außerirdischen Wesen, das nach dem Absturz seines Raumschiffs die Gestalt des verstorbenen Ehemanns der trauernden Witwe Jenny Hayden annimmt. Auf der gemeinsamen, dramatischen Flucht vor der US-Regierung quer durch die USA erlebt man, wie sich Jennys anfängliche Panik in tiefe Zuneigung wandelt, während der Fremde die Facetten der menschlichen Natur kennenlernt. In den Hauptrollen brillieren Jeff Bridges als der außerirdische „Starman“ und Karen Allen als Jenny. Bridges gelingt das Kunststück, die abgehackten Bewegungen und die naive Neugier eines fremden Wesens im Menschenkörper meisterhaft darzustellen. Karen Allen (u.a. bekannt als Marion Ravenwood aus Raiders und Indy IV+V) erdet die Geschichte für mich emotional und verkörpert den Wandel von der traumatisierten Witwe zur liebenden Beschützerin absolut glaubwürdig. Positiv hervorzuheben sind für mich die herausragende Chemie des Duos, der berührende Soundtrack von Jack Nitzsche und der gelungene Fokus auf die Charaktere statt auf pure Action. Negativ anzukreiden sind dem Film lediglich weniger logische Schwächen im Sci-Fi-Konstrukt sowie die stellenweise sehr klischeehafte und vorhersehbare Verfolgungsjagd durch das Militär, die das Erzähltempo im Mittelteil etwas ausbremst. „Starman“ ist für mich ein zeitloser Klassiker, der durch sein großes Herz und seine humanistische Botschaft überzeugt – eine wahre Filmperle. Vergebe starke 8 von 10 Sternen. Streambar auf Netflix.
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mal editiert, das letzte Mal am 14.09.2026, 07:51 von FloW.