Komplettes Thema anzeigen 01.09.2026, 20:50
FloW Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Der Film „Die Glücksritter“ (1983) ist für mich eine scharfsinnige Sozialsatire. Inmitten des ungezügelten Kapitalismus der Reagan-Ära schlüpft Dan Aykroyd perfekt in die Rolle des versnobten Maklers Louis Winthorpe III., während Eddie Murphy als cleverer Straßengauner Billy Ray Valentine auf dem absoluten Höhepunkt seines komödiantischen Schaffens brilliert. Die steinreichen Duke-Brüder wetten um einen mickrigen Dollar, ob die soziale Herkunft oder die Genetik den Erfolg eines Menschen bestimmt. Kurzerhand lassen sie Winthorpe tief fallen und besetzen seinen Posten mit Valentine. Als die beiden das falsche Spiel durchschauen, verbünden sie sich mit der schlagfertigen Prostituierten Ophelia (Jamie Lee Curtis) und dem loyalen Butler Coleman (Denholm Elliott), um die gierigen Millionäre an der Wall Street spektakulär zu ruinieren. An diesem Klassiker begeistert mich vor allem das Drehbuch von John Landis, das Slapstick perfekt mit einer treffsicheren Kritik an Rassismus und der New Yorker High Society verbindet. Die Chemie zwischen Aykroyd, der herrlich in den Wahnsinn abgleitet, und Murphys improvisiertem Wortwitz überzeugt. Manche Gags – wie die absurde Gorilla-Kostüm-Szene im Zug gefallen mir weniger. Der Film ist für mich dennoch ein zeitloses Meisterwerk, das intelligente Botschaften mit echtem Humor verknüpft. Bewerte den Film mit 9 von 10 Kleeblättern. Aktuell streambar auf Netflix.