Der Film basiert auf einem Internet-Phänomen, von dem ich mal wieder so gar nichts mitbekommen hatte - dementsprechend wusste ich auch nicht so richtig, was mich erwartet. Gerechnet habe ich mit einer Art "Twin Peaks" in surrealen, leeren Lagerhallen. Und eigentlich bringt es das auch überraschend gut auf den Punkt. Der Film stellt mehr Fragen als er beantwortet und bleibt sehr vage, bezieht aber auch genau daraus seinen Reiz. Umso spannender finde ich, dass man der Handlungsbogen von Chiwetel Ejiofors Figur als klassisches Drama lesen kann.
Am Ende wurde mir die ganze Nummer fast ein bisschen zu groß*, hat mir aber nichts destotrotz ausgesprochen gut gefallen.
Spoiler:
*Was ich damit meine: Man taucht immer tiefer in die Backrooms ein, und dabei wird die ursprüngliche Formel der seltsam-gelben Lagerräume mit vereinzelten Objekten und räumlichen Anomalien zunehmend aufgebrochen. Das ist einerseits durchaus kreativ gemacht, andererseits wirkt es stellenweise auch wie Effekthascherei und nimmt dem Konzept etwas von seinem Reiz des Minimalistischen und Unheimlichen.