Komplettes Thema anzeigen 08.06.2026, 07:39
Indy2Go Abwesend
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Wohnort: Xanadu


Betreff: Re: Der letzte Film
Calibre
Sehr effektiver, kleiner Thriller, der an den meisten vorbei gegangen sein dürfte. Es geht um zwei Städtler, die für einen Jagdtrip in ein abgelegenes schottisches Dorf reisen - und da laufen die Dinge dann reichlich schief. Die eingeschworene Dorfgemeinschaft wirkt wie ihre eigene, geschlossene Welt. Hat mich ein bisschen an Peckinpahs "Straw Dogs" erinnert.

Watcher
Auch hier - spannendes Thriller-Kammerspiel, das zu Unrecht unter Radar schwimmt. Quasi ein modernes "Das Fenster zum Hof" in Bukarest. Nicht ganz unvorhersehbar aber sehr beklemmend, auch weil die rumänischen Dialoge - die locker 50% des Films ausmachen - bewusst nicht untertitelt werden. So fühlt man sich ähnlich ausgeschlossen, wie die amerikanische Hauptfigur. Maika Monroe und Burn Gorman sind perfekt gecastet.

The Empty Man
Ein Horrorfilm, der zuerst wenig Beachtung fand, inzwischen aber eine ordentliche Fangemeinde hat. Die Eröffnungssequenz (die ersten paar Einstellungen sind definitiv von Raiders inspiriert) schaut sich wie ein eigenständiger Kurzfilm und gilt fast schon als legendär - vielleicht war ich deswegen etwas "ernüchtert". Danach kippt der Film in eine Missing-Person-Geschichte und ändert noch ein paar Male die Richtung. Die ganze Nummer wird zu einer immer größeren Verschwörung, mit eigener Mythologie und fast kosmischen Dimensionen. Hat mir super gefallen, nur das Ende war - Spoiler - so ein Mindfuck-Ding, die ich nicht leiden kann, weil es sich immer so anfühlt, als wäre ich zwei Stunden verarscht worden.
Marc S.
Bismarck biss Marc, bis Marc Bismarck biss.