Komplettes Thema anzeigen 01.05.2026, 13:49
EnnoA Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Die Versunkene Stadt Z
Wer bei diesem Film ein actiongeladenes Spektakel à la Indiana Jones erwartet, wird überrascht sein – aber auf eine sehr positive Weise. Der Film erzählt die wahre Geschichte des britischen Entdeckers Percy Fawcett, der Anfang des 20. Jahrhunderts im Amazonas-Regenwald nach einer verschollenen Zivilisation suchte
Fawcett ist besessen von der Idee, dass im Dschungel eine hochentwickelte Stadt existiert. Trotz Spott der Wissenschaft und den Strapazen des Ersten Weltkriegs zieht es ihn immer wieder zurück in die grüne Hölle Brasiliens – unterstützt von seinem treuen Begleiter Henry Costin (Robert Pattinson) und gegen die Widerstände, die seine Frau Nina (Sienna Miller) zu Hause erfährt.
Der Film wurde auf echtem 35mm-Film gedreht. Die Bilder des Dschungels sind gleichermaßen wunderschön wie bedrohlich. Ich spürte förmlich die Hitze und die Feuchtigkeit.
Dies ist kein klassischer Actionfilm: Es ist eher ein biografisches Drama. Der Fokus liegt auf Fawcetts Besessenheit und der Frage, was einen Menschen dazu treibt, alles für einen Traum zu riskieren.
Charlie Hunnam liefert mMn. vielleicht seine beste Karriereleistung ab. Robert Pattinson ist unter seinem Vollbart kaum wiederzuerkennen und spielt herrlich zurückhaltend. Der Film nimmt sich Zeit. Er ist langsam erzählt, entwickelt aber einen Sog, der mich tief in die Expedition eintauchen ließ.
Die versunkene Stadt Z ist ein melancholischer, bildgewaltiger Film über Ehrgeiz, Entdeckung und das Verschwimmen von Realität.
Der Film hatte zwar seine Längen und ist nichts für Zuschauer, die schnelles Pacing und klassische Schatzsuche-Action suchen, aber alles in allem ein sehr tolles Filmerlebnis.
Wertung: 8 von 10 Abenteurer Punkten.
Andreas
Ich glaube nicht an HokusPokus