Komplettes Thema anzeigen 19.01.2026, 20:03
FloW Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Good Will Hunting von 1997 ist für mich ein eindrucksvolles Charakterdrama, das vor allem durch seine Figuren und deren Entwicklung lebt. Im Mittelpunkt steht Will Hunting, brillant verkörpert von Matt Damon, ein hochbegabter junger Mann aus einfachen Verhältnissen in Boston, der als Putzkraft am Massachusetts Institut of Technology arbeitet und sein außergewöhnliches mathematisches Talent versteckt. An seiner Seite stehen sein loyaler Freund Chuckie (Ben Affleck), der ihm immer wieder den Spiegel vorhält, sowie der Mathematikprofessor Lambeau (Stellan Skarsgård) und der Psychologe Sean Maguire, gespielt von Robin Williams, der mit viel Wärme, Humor und Tiefe die wohl berührendste Figur des Films darstellt. Die Handlung entfaltet sich ruhig, aber intensiv: Will wird nach einer Schlägerei vor die Wahl gestellt, entweder ins Gefängnis zu gehen oder sich therapieren zu lassen, wodurch er gezwungen wird, sich nicht nur mit seinem Talent, sondern auch mit seinen inneren Verletzungen auseinanderzusetzen. Besonders hervorzuheben sind für mich die starken Dialoge, die authentische Atmosphäre und die sensible Verbindung von Intellekt, Emotion und sozialer Herkunft, die den Film von vielen anderen Dramen abhebt. Auch die Liebesgeschichte mit Skylar (Minnie Driver) fügt sich glaubwürdig ein und verstärkt Wills inneren Konflikt zwischen Nähe und Selbstschutz. Insgesamt empfinde ich Good Will Hunting als tiefgründig, ehrlich und emotional bewegend, einen Film, der lange nachwirkt und wichtige Fragen nach Selbstwert, Freiheit und dem Mut zur Veränderung stellt. Bewerte den Film mit 9 von 10 brillianten Tafelbildlösungen.