Komplettes Thema anzeigen 18.01.2026, 18:49
FloW Abwesend
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Wohnort: Rheinhessen


Betreff: Re: Der letzte Film
Ich habe erstmals „Der Mann in der eisernen Maske“ (1998) als opulentes Historienabenteuer erlebt, das stark von seinen Figuren und besonders von den Musketieren lebt: Im Mittelpunkt stehen die legendären Athos, Porthos, Aramis und D’Artagnan, die hier nicht nur als actionreiche Helden auftreten, sondern als gealterte Männer mit Loyalitätskonflikten, Freundschaft und moralischem Gewissen, während Leonardo DiCaprio in der Doppelrolle als tyrannischer König Ludwig XIV. und dessen gefangener Zwillingsbruder Philippe den inneren Gegensatz zwischen Machtmissbrauch und Menschlichkeit verkörpert. Die Handlung entfaltet sich um das Geheimnis der eisernen Maske und den verzweifelten Plan der Musketiere, Frankreich vor einem grausamen Herrscher zu retten, wobei Intrigen am Hof, Opferbereitschaft und persönliche Verluste die Geschichte vorantreiben. Besonders gefallen hat mir, wie die Besonderheit der Musketiere betont wird: Ihr Leitsatz von Ehre, Kameradschaft und „Einer für alle, alle für einen“ steht im klaren Kontrast zur kalten Machtpolitik des Königs und verleiht dem Film emotionale Tiefe. Trotz mancher historischer Freiheiten und eines teilweise melodramatischen Tons überzeugt der Film für mich durch seine Atmosphäre, die starken Darsteller und das Thema von Verantwortung und Identität.

Ein unterhaltsamer, gefühlvoller Film mit Herz, dem ich 9 von 10 Degen der Teamfähigkeit verleihe. Auch heute noch eine aktuelle Thematik!