Komplettes Thema anzeigen 12.09.2022, 13:31
azrael Abwesend
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Betreff: Re: Suizidprävention und Selbsthilfegruppe
Ich leide selber auch unter psychischen Problemen. Kurzzeitig auch mit Suizitgedanken.
Depressionen, Stimmungsschwankungen, impulsives Verhalten.
Gott sei dank bin ich momentan sehr gefestigt und habe es unter Kontrolle. Habe gelernt damit umzugehen.
Ein Jugendfreunt hat es nicht geschafft und hat sich vor ein paar Jahren das Leben genommen, was mich sehr beschäftigt hat.
Immer wenn ich ihn sah, die übliche Floskel, das man sich doch mal treffen soll auf einen Kaffee, was aber nie geschah, Oft ftage ich mich, hätte es verhundert werden können, wenn wir den Kaffee hinbekommen hätten?

Den meisten ist dieses Thema unangenehm und es wird nicht darüber gesprochen. Um so schwerer ist es, wenn es zu einem Vorfall kommt.
Die meisten in meinem Umkreis wissen von meinem Problemen und können daher auch damit umgehen, wenn ich mal von der Rolle bin.
Ich bin mir auch nicht zu schade, mich "wenn ich wieder in der Schiene bin", mich für mein Verhalten zu entschuldigen. Wobei ich mich manchmal frage, ob ein Asthmatiker sich auch für einen Anfall entschuldigen würde?!

Ich wollte mich vor ein paar Jahren einer Selbsthilfegruppe anschließen. Allerdings ging nie jemand ans Telefon, einen AB gab es nicht und ich bekam auch keinen Ruckruf.
Meine Anfragen per E-Mail wurden leider auch nicht beantwortet.
Aber ich habe es auch so geschafft.
Ich habe gelernt mich selber zu schützen indem ich Nein sage, wenn ich etwas nicht will und mich auch nicht unter Druck setzen lasse.
Wenn es mir mal nicht gut geht, entlastet mich mein Arbeitgeber. Umgekert brauche ich aber auch etwas Stress und die Verantwortung.