Betreff: Re: Archäologie
Zitat von Jens:Frühzeitig Netzwerke knüpfen und die Kontakte pflegen, dass ist hier eigentlich - neben fachlich herausragender Kompetenz natürlich - der wichtigste Punkt. Zur richtigen Zeit die richtigen Leute zu kennen, kann einem durchaus Vorteile (auch und gerade wenn es um Stellen geht) verschaffen.
Deshalb lautet mein Tip an Studienanfänger immer: Nicht schüchtern sein! Geht in die Vorträge, geht auf Tagungen und Kongresse und sprecht die sog. "großen Namen" auch ruhig einmal an. Die sind auch nur Menschen ... und meistens sogar richtig symphatische!
Bin zwar selbst kein student und und habe mit archäologie nichts am hut (außer einer ausgeprägten, generellen, durch indy inspirierten neugier) aber diese aussage kann ich generell unterschreiben!
Ich als Grafik-Designer (ganz andere richtung) wäre wohl schon seit 5 jahren arbeitlos, wenn ich nicht zum richtigen zeitpunkt das richtige gespür dafür gehabt hätte mit wem ich kontakt aufbauen sollte und mit wem ich "anbandel". Mittlerweile habe ich einen guten Job in einer coolen Firma. Reich werde ich dadurch zwar nicht, aber ich kann das machen was mir spaß macht und es zahlt mir meine Brötchen und mein Dach über dem Kopf! Und das alles ohne abgeschlossenes Abi, ohne Ausbildung und ohne Studium. Wohingegen meine "kollegen" und "mitbewerber" meißtens unmengen an referenzen aber unbeweisbare hingabe zubieten haben.
Will sagen: Meiner Erfahrung nach gilt letztendlich das engagement, das wissen, das talent, die "richtige nase" und vorallem die hingabe. Das kann zwar längere zeit in frustrierenden ergebnissen enden, aber letzendlich zahlt es sich aus.
Wie gesagt ich bin bin nen medien-mann, ich weiß nicht wie es bei den geisteswissenschaften abläuft, aber ich wollte nur mal meine persönliche erfahrung einbringen.
Chris
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