Betreff: Re: Der Anzug-Thread
Ich glaube, da liegt ein Missverständnis vor. Erstens ging das nicht gegen dich, proteus. Und zweitens bin ich da grundsätzlich auf deiner Seite, was die Herrenbekleidung angeht. Ich halte es allerdings etwas lockerer und frei nach einem Ausspruch von Jeremy Hackett, der mal gesagt hat, dass es Standards gab, die es noch immer gibt und vermutlich auch noch lange in der Zukunft geben wird. Helle Chino - blaues Hemd mal als sehr schlichtes Beispiel, das ging vor 50 Jahren genauso wie heute.
Allerdings muss ich sagen: Schuhforum (R.I.P.) - Newsaboutshoes (R.I.P) - Stilmagazin... Ich lese schon seit vielen Jahren mit, früher habe ich auch mitdiskutiert, man lernt einiges, aber irgendwann ist das dann auch nur noch ein anstrengendes Um-sich-selbst-Drehen. Wie du schon geschrieben hast: Wenn man seinen eigenen Stil gefunden hat, kann und sollte einem der Rest eigentlich egal sein. Es wird dann albern, wenn (in übertragenem Wortsinn) überfütterte 18-Jährige anfangen, den zitierten Ivy-League-Preppy-Kappes nachzuäffen, um einen Lebensstil abzubilden, den es in Deutschland schlicht nicht gibt.
Denkwürdiges Ereignis aus NAS: Da wurde tatsächlich mal ein Foto von einem britischen Lord Irgendwer vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts gepostet und dessen Hosen als Referenz gegen den aktuellen "Slim Fit-Wahn" angeführt. Muss nicht sein, wird allzu dogmatisch und rückwärts gewandt. Ich persönlich bin für Slim Fit übrigens ziemlich dankbar.