Betreff: Re: Film-Musik Thread
Zitat von Aldridge:Apropos: Hat schon jemand Rabbit & Rogue gehört? Wie klingt der? Eher wie ein Burton-Elfman oder anders?
Keine Antwort ist auch ne Antwort.

Ich habe die CD jetzt mal bestellt, wird von Sony Classical sogar als Deluxe inkl. DVD angeboten. Bin gespannt...
Gestern habe ich mal zwei Scores aufgearbeitet, die ich schon lange auf der Liste hatte, die ich aber irgendwie auch immer wieder vergessen hatte.
1. Big Wednesday - Basil Poledouris
Ein paar Jahre nach George Lucas´ American Graffiti, nämlich 1978, drehte sein Studien-Spezi und Starke-Männer-Fan John Milius seine eigene kleine Coming-of-Age-Geschichte. Nachdem er drei Jahre zuvor noch mit Jerry Goldsmith bei The Wind and the Lion zusammengearbeitet hatte, legte dieses Surfer-Vietnam-Drama dann den Grundstein für die langjährige Zusammenarbeit zwischen Milius und Poledouris. Was später bei Conan oder Red Dawn zu hören sein sollte, klingt hier bereits in voller Qualität und mit hübschen Orchesterklängen bereits an, wenn auch noch mit etwas 70er-Jahre-Touch. Egal, kann man sich gut anhören, Höhepunkte sind zweifellos die Surf- und Meeres-Passagen. Hier mal eine Suite:
https://www.youtube.com/watch?v=JzacePApvG8
2. Jeremiah Johnson - John Rubinstein und Tim McIntire
Gewissermaßen John Milius zum Zweiten, denn 1972 durfte er bereits am Drehbuch des Sydney Pollack-Robert Redford-Vehikels mitschreiben. Unabhängig davon beschritt man für den Film ungewöhnliche Wege, was die Musik angeht. Denn Rubinstein und McIntire waren damals lediglich als Schauspieler bekannt (Rubinsteins Gesicht ist deutschen Zuschauern vielleicht am ehesten als Sohn von Jack Warden in Die Fälle des Harry Fox geläufig, aber bis heute in unzähligen Serien zu sehen). Jedenfalls bekamen beide Herren damals von Pollack die Gelegenheit, ihr Filmmusik-Debüt abzuliefern. Beide schufen dann einen reinrassigen, leicht melancholischen Westerscore, wie er gut in die frühen 70er passt, mit dominanten Fiddel-Passagen, mal mit Orchester und mit einigen netten Songs, die McIntire (bereits 1986 gestorben) zum besten gab. Schönes Ding.
https://www.youtube.com/watch?v=wKxfjTFEH08