Betreff: Re: Der Küchenthread
Ich hab einen Geflügelzüchter in der weiteren angeheirateten Verwandtschaft, der erklärt euch genau, warum Tiere sich nur in der konventionellen Massentierhaltung so richtig wohl fühlen (in der Gruppe mehr Sicherheit), warum sie Freiland gar nicht wollen (keine Gefahr vor Fuchs und Greif), warum dort weniger Antibiotika nötig sind (weil weniger Kontakt zu Erregern), und weniger Schadstoffe im Fleisch oder Ei (keine Dioxin im Boden). Totschlagargument für Massentierhaltung: Die Menschen leben in Großstädten auch freiwillig auf engstem Raum zusammen. Und bloß nicht Bio: Kartoffeln und Getreide tragen fast alle Pilze, und es ist viel mehr Land nötig. Nur dumme Landwirte überdüngen (oder geben zu viele Medikamente), Düngung wie auch Antibiotika kosten schließlich Geld. Und jeder Bauer will, dass es seinen Tieren gut geht, denn nur dann gedeihen sie und setzen ordentlich Fleisch an oder legen Eier. Dagegen kann man sich den Mund fusselig diskutieren.
Um die Bedingungen in der Tierhaltung zu verbessern, müssten Politiker ein Interesse daran haben, das größer ist, als all die Wähler zu behalten, die billig Fleisch wollen. Gerade die, die körperlich hart arbeiten, und nicht so viel verdienen, wollen Mittags ihre Leberkässemmeln (und kein Frischkäsebrot) und am Abend nochmal Fleisch. Anders als die Büroleute, Berater etc., die Mittags Sushi oder vielleicht Pasta essen gehen, am Abend nur noch was Leichtes wollen, und am Wochenende dann ein Steak vom Angusrind aus artgerechter Haltung. Wird nicht pauschal stimmen, tendenziell schon.
Now, if that's a fact, tell me, am I lying?
I'm done. 21.02.2025