Von der Story her ging der Film leider gar nicht an mich heran.
Ein langweiliger und vorhersehbarer Bösewicht, dessen Motivation bestenfalls konstruiert war.
Eine Spionin, deren Aufgabe gar nicht mehr erklärt wird (wo zum Geier ist denn nun ihre Crew gewesen?).
Eine freundliche Exotin, die das alte Schiff findet und auch gleich weiß, was sie damit anfangen kann, und die, oh Überraschung, am Ende Starfleet wird.
... Alles ein bisschen oberflächlich für meine Begriffe.
Von den Bildern her muss ich sagen, dass Yorktown (die Raumstation) einfach supergeil dargestellt war, obwohl ich mich immernoch frage, wie man auf ein und derselben Ebene Gravitationen aufbauen kann, die in verschiedene Richtungen wirken. Habt ihr die Bauweise der Gebäude gesehen? Sah nice aus, aber macht das physikalisch Sinn? ... Ja, ich weiß, dass das Science Fiction ist, aber so ein bisschen Logik muss halt auch sein, finde ich. Ich bin ja froh, dass es diesmal keine Zeitparadoxa gab :).
Ansonsten fand ich den Planeten eher mau. Den Nebel ebenfalls. Auch die Zerstörung des Schiffes und der Absturz hätte mit heutiger Technik viel, viel besser sein können. Der "Schwarm" sah klasse aus, und auch die Idee eines nicht zu fassenden Gegners fand ich ganz gut, aber die wirklich "großen Bilder" haben sie erst im Abspann rausgehauen... schade.
Kirk's und Spock's kleine Krisen und die Art und Weise, wie damit umgegangen und beiden eine verständliche und nachvollziehbare Motivation verpasst wurde, mochte ich. Auch Pille's Rolle darin. Der ist einfach klasse.
Als Chekov zum ersten Mal auftauchte, musste ich kurz schlucken. Ist einfach echt tragisch und fühlt sich unglaublich seltsam an, ihn so lebhaft und optimistisch im Film zu erleben.
So, und nun nochmal Kritik:
1. Wie kommt es, dass Hüllen brechen, Türen ins All geöffnet werden, Menschen ins Vakuum fliegen, aber niemandem etwas geschieht? Ich weiß ja nicht, wie es tatsächlich richtig ist, aber aus anderen Filmen hat man ja so Bilder von Vereisungen, Verbrennungen, platzenden Gefäßen, aufblähenden Körpern, etc. im Kopf. Was geschieht denn nun wirklich, wenn jemand ohne Raumanzug im All ist? Fand ich ein wenig unspektakulär.
2. Was genau war diese Waffe? Was hat die gemacht? Und wieso sollte sie schlimmer sein als andere Waffen, die wir schon erlebt haben im ST-Universum? Habe ich nicht eingesehen.
3. Warum, wenn diese Waffe so megaeffektiv ist, sucht man sich eine popelige Raumstation für einen Angriff aus, und nicht, wie in SW oder vorherigen Filmen, direkt eine Welt?
4. Wenn Krall seine Energie aus den lebenden Kreaturen des Planeten, oder seinen Gefangenen, gezogen hat, mussten all seine Handlanger (der Schwarm) das auch tun? Man sieht nur Krall dies tun, und ich finde, das hätte man noch dramatischer zeigen können. War ein wenig weichgekocht, möglicherweise um eine FSK 12 durchzubekommen?
5. Warum zum Geier sieht Cpt. Kirk die ganze Zeit aus, als wolle er gleich losheulen? Das hast du schon besser hinbekommen, Chris!
6.
Montgomery Scotty ist und bleibt der allerbeste!