Betreff: Re: Industrial Light & Magic
@ Gorr:
Deinen Ausführungen haben so einen leicht polemischen Unterton (Yoda-Flummi, Lucas´ Genie in Anführungsstrichen). Ich rolle deshalb jetzt nicht noch mal alle Argumente aus, die hier sowieso schon dutzendweise im Thread stehen. Das bringt nichts. Vielleicht aber zwei Sachen auf die Schnelle:
1. Modelle, Kulissen etc.: Es gab in den Prequels genauso viele Kulissen wie z.B. in TFA. Ich habe hier einige Videos gepostet, die das zeigen. TFA hat mehr digitale Effekte als jedes einzelne Prequel für sich. Das lässt sich bei Cinefex nachlesen. Aber was das In-die-Szene-Reinfinden für Schauspieler angeht: Jeden Abend spielen Schauspieler tausend- und zehntausendfach in aller Welt im Theater vor reduzierten Kulissen und müssen sich dabei auf mehr konzentrieren als auf kurze Szenen. Das ist ein wesentlicher Teil von "Schauspiel" und wird auch so an den Schauspielschulen gelehrt. Das Argument gilt also nicht.
2. Identifizierbare Matte Paintings in der OT: Allein die gemalten Kulissen in Episode VI (und das ist der neueste Teil der OT) schreien förmlich nach "gemalt". Die Szenen im Todesstern-Hangar mit den steif in den Hintergrund gemalten Sturmtrupplern (merke: auch keine echten Kostüme) oder die im Rebellenhangar auf dem Mon Calamari-Kreuzer mit der furchtbaren Rückprojektion sind sofort als Effekt zu identifizieren. Und da macht es objektiv keinen Unterschied, ob die Hintergründe auf Glas oder am Computer gemalt sind. Und das ist Fakt.
Ich werde nicht weiter auf diese Diskussion eingehen. Bringt eh nichts. Ich kann nur raten, sich ein bisschen zum Thema einzulesen, bevor man sein persönliches Empfinden über Effekte anno 1999 verargumentiert.