Betreff: Re: Star Wars Episode VII - The Force Awakens
Spoiler:
Die Figur hat definitiv einige Probleme. Wie gesagt, ich fand den Ausraster passend, aber halt nicht für einen ausgebildeten Jedi. Ein solcher sollte sich beherrschen können. Aber Kylo-Ren war halt auch nicht konsequent, der krasse Überschurke, den man am Anfang gesehen hat. Nicht mal mit 'nem Lichtschwert kann er wirklich umgehen. Ich denke halt wirklich, man brauchte einen bedrohlichen Schurken für Episode VII, wollte aber auch die Entwicklung von eben diesem zeigen. Deswegen hat man irgendwie zu beidem gemacht: Mächtigem Überbösewicht und einem unreifen Jüngling. Da hätte man sich besser einen anderen, älteren, mächtigen Gegner ausdenken können, der Kylo-Ren umworben hat und ihn fertig ausbildet. Der hätte dann in Episode VII sterben und das Lichtschwert an seinen Schüler übergeben können. Dann hätte man nämlich seine Entwicklung (!) vom quengeligen Kind zu Vader 2.0 zeigen können, und hätte ihn nicht Szene für Szene entweder mächtig und bedrohlich, oder kindlich und unkontrolliert darstellen müssen. Damit wäre zwar eine große PT-Parallele da, aber bei so vielen OT-Parallelen geht das schon.
Ich finde, in den entscheidenden Momenten versagt der Film ohnehin ein wenig. In Episode V erfuhr der Zuschauer über Vader, der Luke diese Information gab, dass er sein Vater sei. In Episode VII dagegen, wurde ein Dialog zwischen Leuten, die alle wussten, dass Kylo-Ren Han Solos Sohn ist , so konstruiert, dass dies nochmal zu Wort kommt, nur damit es auch den Zuschauer erreicht. Hätten wir das erfahren, als Han seinen Sohn auf der Brücke ruft, hätte die Szene - zumindest auf mich - eine viel größere Wirkung gehabt, es wäre viel bedeutsamer.
Nachtrag: Ernsthaft? Ihr auch? Wir haben uns halbtot gelacht, weil wir alle das verstanden hatten, als wir den Film am Freitag gesehen haben.
Marc S.
Bismarck biss Marc, bis Marc Bismarck biss.
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mal editiert, das letzte Mal am 20.12.2015, 23:12 von Indy2Go.