Genau - das kam rüber wie ein wütendes und quengeliges Kind. Kein Vergleich mit einem Darth Vader. Dabei fand ich das mit dem Sog zur hellen Seite eigentlich umso reizvoller, weil das den Charakter so ambivalent macht. Umso stärker eigentlich (zumindest auf dem Papier) seine endgültige Hinwendung zur dunklen Seite, indem er seinen Papi tötet. Allerdings hätte man diesem Konflikt etwas mehr Zeit geben müssen, das ging zu hopplahopp. Aber interessant, dass wir das genau unterschiedlich sehen. Immer wieder erstaunlich, wie verschieden doch die Wahrnehmungen sind.
Boyega: Der Sanitätsdienst-Spruch hat dem Charakter auch etwas... Coolness genommen. Aber ich fand ihn von der Anlage her sowieso sehr unglücklich. Es wird ja gesagt, dass die Soldaten seit Kindesbeinen vom Imperi... äh, der First Order konditioniert wurden. Da dient der Gute also 20 Jahre oder so unter Snoke & Co. und merkt nicht, dass die böse Dinge machen? Kriegt ein Kriegstrauma gleich beim ersten Außeneinsatz, hat aber bei der Flucht von Poe keinerlei Hemmungen, seine ehemaligen Kameraden gleich reihenweise vom TIE aus wegzuballern. Das hat mich so an Will Smith und Harry Connick jr. in Independence Day erinnert - beste Freunde, aber sobald Connick draufgeht, macht Smith nur ein paar blöde Sprüche. Passt einfach nicht.
Hinsichtlich Poe: Es geistern ja schon Gerüchte durch die Gegend, dass der Gute schwul sei - weil er so "fürsorglich" mit Boyega umgeht.
