Betreff: Re: Star Wars Episode VII - The Force Awakens
Tja, das war sie nun, die Fortsetzung auf die man 32 Jahre gewartet hat und ich glaube ich fühle mich heute ungefähr so wie sich viele vor 16 Jahren gefühlt haben.
Um es kurz zu machen, ich bin noch nie so unbefriedigt aus einem neuen Star Wars-Film gegangen wie gestern, und das als jemand der im Vorfeld extra keinerlei Spoiler gelesen oder TV-Spots gesehen und versucht hat, seine Erwartungen möglichst gering zu halten. Mich stören nicht mal das offensichtliche Plot-Recycling á la ANH 2.0 (das hatte "Jedi" auch schon) oder dass bei mir kein einziges Musikstück hängen geblieben ist, sondern vielmehr die Tatsache, dass der Film trotz aller Bemühungen der Macher sich für mich nicht nach Star Wars angefühlt hat.
Spoiler:
Die Trailer ließen ja schon erahnen dass hier das große Drama aufgefahren wird und der Spaß und die Romantik eines ANH oder TPM auf der Strecke bleiben, aber gegen TFA war ja alles bisherige Kindergeburtstag. Klar, es waren ein paar flotte Sprüche zur Auflockerung vorhanden, aber die gesamte Atmosphere war mir persönlich zu bedrückend. Hans erschütterndes und unwürdiges Ende hat das für mich nochmal unterstrichen, sodass ich die letzte Viertelstunde fassungslos und gleichzeitig wie gelähmt das folgende Finale nur noch beiläufig mitbekommen habe. Für den Auftakt einer neuen Trilogie zu viel harter Tobak auf einmal. Das Ende mit Luke konnte mich da auch nicht mehr versöhnlich stimmen.
Auf dem Weg zum Auto hab ich innerlich nochmal Vergleiche mit den ersten 6 Episoden gezogen und bin zu dem Schluss gekommen, dass dem Film eine ordentliche Prise Lucas fehlt, was ich nicht von mir erwartet hab.