Betreff: Re: Star Wars Episode VII - The Force Awakens
Sorry. Wollte nur darauf hinaus, dass ich das jetzt schon an mehreren Stellen gelesen habe. Allerdings sehe ich ja, was Ridley Scott oder eben John Williams in der Altersklasse noch vollbringen - die müssen nicht mal eben szenenweise vor die Kamera, sondern binden sich viel länger und intensiver an ein einzelnes Projekt. Gerade Scott dreht ja momentan einen Film nach dem anderen.
Ich vermute lediglich, dass Kasdan weitestgehend dahinter steckt. In den jüngsten Interviews, die ich so von ihm gelesen habe, klang er geradezu frustriert von der Zusammenarbeit damals mit Lucas. Ich denke, hier wurden einfach ein paar Ideen aufgewärmt, die er damals nicht umsetzen durfte. Abgesehen davon
Spoiler:
macht es aber - wie gesagt - auch Sinn: Han Solo nimmt in TFA die Mentorenrolle ein, ist insofern mit Obi-Wan Kenobi in ANH vergleichbar. Und irgendwann ist dramaturgisch eben kein Bedarf mehr für die Mentoren, sie würden ansonsten nur einfach im Weg stehen. Allerdings gäbe es für das Problem auch andere Lösungen (Stichwort Machtgeist, aber das scheidet bei Han ja aus.
So, nachdem ich den Film etwas habe sacken lassen, muss ich leider sagen: Das ist jetzt - für mich - gefühlstechnisch (!) keine Fortsetzung, das ist eher eine Neu-Interpretation. Es werden in dem Sinne keine Handlungsfäden aus der OT aufgenommen, die diese Story als Fortsetzung dringend machen. Das war bei der Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn anders, denn da resultierte die gesamte Handlung logisch aus den Geschehnissen in der OT. Aber da waren eben auch noch die alten Recken am Ball. Hier gibt´s eher Reset und Rückschritt, auch ein bisschen so, als hätte es das Finale in ROTJ nie gegeben. Sorry.