Betreff: Re: Star Trek
Ich denke, da spielten aber auch die Zuschauererwartungen eine große Rolle. Wenn man sich die Serien mal anschaut, dann war das in den ersten Staffeln meist langweiliges Friede-Freude-Eierkuchen. Man erkundete ein bisschen, man schlug sich auch mal mit lokalen Konflikten herum, aber irgendeine große Dramatik gab es da nicht. Das entsprach vielleicht auch ein bisschen Roddenberrys späterer Philosophie, wonach die Sternenflotte eben aus Entdeckern und Forschern bestand und sich die Menschheit insgesamt weiterentwickelt hatte.
Nur: Das lockt auf Dauer natürlich keinen Hund hinter dem Ofen hervor. Die Zuschauerzahlen waren nicht besonders. Also musste Action mit einem großen Feind her, das war bei DS9 eben das Dominion, und bei Voyager reaktivierte man die Borg. Dass ENT wiederum etwas rauer zur Sache ging, fand ich nur logisch, immerhin spielt das ja noch vor Kirk & Co., also auch in raueren Zeiten. Dass die Abrams-Filme eher Star Wars-Filme sind - geschenkt. Das hatte er ja so angekündigt. Und wenn man ein 150-Mio.-Dollar-Budget rechtfertigen will, geht das nicht mit besseren TV-Storys à la Insurrection.
Nur dass ausgerechnet Simon "Ich weiß, wie die Fans ticken, denn ich bin seit Spaced der Obernerd" Pegg das Ganze so weiter vorantreibt, das finde ich schon erstaunlich...
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mal editiert, das letzte Mal am 15.12.2015, 11:42 von Aldridge.