Betreff: Re: Fargo (Serie & Spielfilm)
Endlich ist sie angelaufen, die zweite Staffel. Während die aktuelle Staffel von "True Detective", einer Serie, deren erste Staffel ich sehr genossen habe, mit neuer, eigenständiger Geschichte und anderen Figuren, bei mir überhaupt nicht gezündet hat, funktioniert es mit "Fargo" umso besser. Die zweite Staffel stellt ein Prequel der ersten dar und befasst sich mit den Fällen des Vaters von Staffel 1-Protagonistin Molly, die hier auch als kleines Mädchen dabei ist (dementsprechend wurden natürlich zwei Charaktere übernommen). Genau wie zuvor wurden auch wieder einige Szenen aus dem Kinofilm übernommen, aber auch in einem völlig anderen Kontext verarbeitet als in eben diesem. So sehen wir unter Anderem ...
Spoiler:
... einen Leiche, die in ihre Einzelteile zerlegt und geheckselt wird.
Die Produktion sieht bisher ähnlich genial aus wie letztes Jahr und es sind auch wieder herrlich skurrile Einfälle und eine stabile Spannung vorhanden. Die 70er machen sich gut lassen die Handlung auch weniger naiv voranschreiten, als es in der ersten Staffel der Fall war, da so eben auf moderne Ermittlungsmethoden verzichtet werden muss und nicht komischerweise verzichtet wird. Auch der Cast passt weitgehend gut und für die Musik darf man ebenfalls ein Lob notieren. Lediglich die Dialoge und Handlungen der Figuren, worin andererseits auch eine Stärke dieser Serie liegt, sind teilweise arg hölzern und naiv. Andererseits wird das fast schon als Stilmittel eingesetzt.