Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans
Zitat von Plissken:Interessant wie lange diese Entwicklung schon läuft. So extrem hatte ich es 2008 noch nicht wahrgenommen.
Der Artikel ist sicherlich in vielen Punkten überspitzt, aber die Entwicklung setzte schon deutlich früher ein. Dean Devlin lud zum Beispiel Harry Knowles bereits Ende der 90er auf das Set von Godzilla ein, um den neuen Kritikerpapst milde zu stimmen. Und aintitcoolnews waren dann dem Film gegenüber auch recht zahnlos, während andere ihn verrissen. Darüber gab es damals auch einen netten Focus-Artikel.
Zitat von Plissken:Hat man ja bei T4 gesehen. Alle Welt wollte den Endzeitkrieg sehen, der kam und alle fanden es doof. Filmemacher haben es heutzutage nicht mehr leicht.
Gerade nach der Neusichtung muss ich sagen, dass ich die Kritik an T4 echt nicht nachvollziehen kann. Der Film ist definitiv "dreckig", der leiht sich nicht zuletzt in einigen Szenen sogar die Optik von Apocalypse Now (Marcus´ Flucht aus der Basis des Widerstands). Die Welt ist kaputt, es werden zerstörte Städte gezeigt, der Film hat - im Gegensatz zu T3 - keinen Humor, dafür hat McG das Ding echt elegant gefilmt mit einigen wirklich gelungenen Plansequenzen, für die Alfonso Curón immer so gelobt wird. Ok, zugegeben, da fahren keine Panzer über Totenköpfe, aber die eine kleine Einstellung aus T1, die anscheinend so die Fantasie angeheizt hat, hätte auch keinen ganzen Film getragen.
Zitat von Plissken:Die obligatorische "Es war alles nur ein Traum"-Szene nach jedem schwächeren Film zum Beispiel.
Was ich aber nicht verstehe: Warum konnten diese Fans den neuen Ghostbusters-Film nicht verhindern? 
Weil in Paul Feig-Filme mit Melissa McCarthy sowieso die breite Masse reinrennt.

Allerdings habe ich inzwischen auch schon mehrere Fanstimmen gelesen, die die Kritik an der Frauenversion sexistisch finden. Und andere Stimmen setzen nun dazu an, auch die Originalfilme herunter zu machen, weil die nach 30 Jahren schon arg angestaubt seien.