Betreff: Re: Die Lieblingsfilme der Indy-Fans
Ach ja richtig, du hattest ja den LLL-Soundtrack bestellt, von dem ich bisher nur Gutes gehört habe. Was den Film angeht: müsste ich einen Lieblingsfilm von Spielberg nennen, "A.I." wäre bei mir auf Platz 1. Ein Film, der so kühn und philosophisch vielschichtig ist, wie "2001" und dabei doch so herzzerreißend und emotional ergreifend, wie "E.T." oder "Unheimliche Begegnung". Ein absoluter Glücksfall für das Kino, da hier zwei Filmgiganten einen Weg gefunden haben, ihre Talente auf die bestmögliche Weise zu verschmelzen. In keiner Sequenz wird dies, meiner Ansicht nach, so deutlich, wie in der 20-minütigen Schlusssequenz, in der die zuvor vorbereiteten Thematiken, ähnlich wie bei "2001", auf eine höhere philosophische Ebene gebracht werden.
Mir ist aber auch klar, das dies nicht einer dieser Filme ist, auf die sich eine große Masse von Kinogängern sofort einigen kann, wie etwa "Raiders" oder "Jaws". Das lässt schon seine inhaltliche Konzeption kaum zu, die wenig Satisfaktionselemente für das Publikum bietet und traditionelle narrative Muster zugunsten einer sprunghaften, für manche vielleicht irritierenden, Triptychonstruktur (eine bessere Analogie für die deutlich sichtbare Dreiteilung des Werkes will mir spontan jetzt nicht einfallen) verwirft.
Nun ja, mich hat der Film jedenfalls vom ersten Sehen an (zwei Tage nach 9/11, komplett mit WTC im Hintergrund) völlig begeistert und trotzdem gefällt mir der Film von Jahr zu Jahr besser!
The trick, William Potter, is not minding that it hurts!