Komplettes Thema anzeigen 22.07.2015, 03:58
Sandmann Abwesend
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Dabei seit: 09.07.2008
Wohnort: Wien


Betreff: Re: Terminator Pentalogie
Zitat von Aldridge:
Anlässlich der Diskussion um Genisys kürzlich mal wieder geschaut:

Terminator 3 – Rebellion der Maschinen ...Kurzfassung für die Lesefaulen: Macht viel richtig, macht viel kaputt, macht viel Spaß - macht das aber überwiegend im Hellen. Zwinkernder Smiley

Einmal mehr sind wir da nicht einer Meinung. Was man mit T3 gemacht hat, war eine Vergewaltigung der "Terminator"-Reihe und der Arbeit von James Cameron.
Nicht umsonst wollte der bereits nach T2 nichts mehr von einer Fortsetzung wissen, weil aus seiner Sicht die Geschichte erzählt wurde und er wusste, dass man seinen zweiten Teil nicht mehr toppen kann. T2 ist DER Meilenstein der Action-Filme, nicht zuletzt aufgrund der -für die damalige Zeit - maßstabsetzenden Special-Effects.

Arnie hatte nach seite 1999 (mit End of Days) eigentlich nur mehr Flops produziert (sowohl künstlerisch als auch beim Box-Office-Ranking) und nie wieder an seine Erfolge der 80er und 90er anknüpfen können. Dann war klar, dass er in die Politik gehen und damit auch seine Schauspielkarriere beenden wird. Er wollte also mit einem großen Tusch (und einem Erfolgsfilm) von der Bühne treten, also kam T3. Von der Auswahl der Schauspieler, bis hin zur Story und dem Regisseur war da alles mies. Nicht umsonst hat Cameron abgesagt und jeder weiß, dass die beiden auch eine private Haß-Liebe verbindet und er sicher nicht Nein gesagt hätte, wenn es ein gutes Drehbuch und eine Story gegeben hätte. Kristanna Loken war/ist sehr fesch anzuschauen und man hat tatsächlich viel Geld in manche Action-Szenen gepumpt (Kranwagen), aber das Düstere aus den ersten beiden Teilen hat man völlig außen vor gelassen und den Film damit in den Sand gesetzt. Alleine die teilweise blöden und kindischen Jokes waren furchtbar anzusehen.

Ich (als langjähriger Arnie-Fan) war froh, dass es sein vermeintlich letzter Film gewesen ist. Man kann ab einem gewissen Alter einfach nicht mehr nur Action-Rollen spielen. Das hat auch schon Eastwood erkannt und sein bevorzugtes Genre geändert. Leider hat er nach seiner Amtszeit nun wieder begonnen Filme zu drehen und das ist wirklich schlimm anzusehen. Sowohl er als auch Stallone kann man nicht mehr anschauen, die sind ja nur mehr Schatten ihres damaligen Selbst. Ich muss zugeben, dass ich mich gefreut habe, als ich gehört habe, dass er mit Stallone einen gemeinsamen Film drehen wird (einen, der schon seit den 80ern fällig war), aber Escape Plan war auch nur furchtbar.

Als ich dann gelesen habe, dass er auch noch bei T5 mitspielt, habe ich nur mehr gedacht "Oh mein Gott, bitte lass' es endlich sein Arnold!". Konnte mir beim besten Willen nicht erklären wie man ihn da noch mit seinen 68 Jahren noch als Action-Part einbauen will. Nachdem ich T5 gesehen habe, bin ich zumindest mit der Geschichte einverstanden. Ist plausibel, habe ich ganz gut gefunden. Der Film als Ganzes war echt ok, aber mehr auch nicht. T3 hätte es nur mit einem Furlong (leider damals wie heute eher "verhindert") und einem James Cameron geben dürfen. Das Ganze dann noch mit der Handlung die in den Kriegen gegen die Maschinen (Zukunft) spielt, und dann hätte Schluß sein können/müssen. Ich weiß nicht, ob irgendwer von euch T2-3D kennt, der wurde 1996 als Kurzfilm gedreht.

[url=http://de.wikipedia.org/wiki/T2_3-D:_Battle_Across_Time]T2-3D[/url]

Sowas in voller Länge wäre ein würdiger T3 geworden, dieser Mostow-Verschnitt ist es nicht.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 22.07.2015, 04:02 von Sandmann.