Komplettes Thema anzeigen 05.07.2015, 12:56
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Per Anhalter durch die Galaxis (2005) – Wie übersetzt man ein Buch, das von Wortwitz und abseitigen Gedankenspielen lebt, in Filmform? Eigentlich gar nicht. Die Terry Pratchett-Verfilmungen krankten schon daran, dass das Geschehen in Albereien und Knallchargentum endete. Und der Kinoversuch des Kultbuchs von Douglas Adams scheitert – obwohl der Autor noch selbst am Drehbuch mitgearbeitet hatte – an denselben Problemen. Man muss dem Streifen zu Gute halten, dass er sich redlich bemüht: So greift er zum Kunstgriff, einige Textpassagen aus dem Hitchhiker´s Guide in kleine Animationspassagen mit Off-Erzähler zu übernehmen. Das ist auch wirklich hübsch gemacht, doch bremst es das Geschehen immer wieder aus. Auch auf Darsteller-Seite überließ man nichts dem Zufall und verpflichtete die halbe britische Besetzung von Love Actually, ergänzt um den alten Adams-Freund Stephen Fry als Erzähler, einen Sam Rockwell auf Speed und die immer irgendwie schräge Zooey Deschanel. Neil Hannon von The Devine Comedy durfte sogar noch das Titellied singen. Die Jim Henson Company wurde für die Vogonen verpflichtet. Und die Ausstattung ist hübsch retro. Doch das alles mag so liebevoll umgesetzt sein, wie es will. Mit fortschreitender Handlung versackt der Film im ziellosen Slapstick. Die von Adams selbst ergänzte Figur des Humma Kavula ist sogar ziemlich überflüssig (wozu brauchte der noch gleich diese Waffe?). Als Buchumsetzung also zwar sympathisch, aber trotzdem irgendwie nicht gelungen. Kann man sich zwischendurch mal geben, um die tollen Schauspieler zu sehen.