Betreff: Re: Die Librarian-Reihe (The Quest)
Naja, gerade dieses "Unperfekte" macht für mich den großen Reiz am Librarian aus bzw. hat es schon immer ausgemacht. Das sieht sich ja selbst als Parodie und hat viel Spaß daran, Pulp-Qualität abzuliefern. Was Ernstes und Anspruchsvolles will das gar nicht sein und zeigt das auch recht deutlich. Insofern war ich aber überrascht, wie sehr der Pilot nun den Filmen ähnelt. Bislang hing das Geschehen aber auch noch sehr stark an Flynn Carson. Mal sehen, wie das wird, wenn der wegfällt. Was die kämpfende Schlaftablette angeht - nun, Gegensätze ziehen sich an.
Allerdings: Wenn solche US-Serien in Deutschland spielen sollen, schaut man ja schon genauer hin. Berlin war halt ein kalifornischer Hinterhof, München komischerweise zugekleistert mit Deutschlandfahnen und Verbots- und Gebotsschildern (ok, was ich den Bayern auch grundsätzlich zutraue

) und im Schwarzwald fuhr man mit Nummernschild JP durch die Gegend. Das war schon etwas geballt. Aber ok, die Briten werden über das Innere ihres Buckingham Palastes auch gelacht haben. Doof fand ich, dass anscheinend Flynns Mutter gestorben sein soll.
Zum Thema Serien / Filme: Serien haben halt ganz einfach mehr Zeit, ihre Figuren und Handlungen zu entwickeln. Insofern haben sie es vielleicht sogar ein bisschen leichter. Wenn ich eine durchgehende Geschichte über 12 Folgen à 45 Minuten erzählen kann, kann ich ganz einfach mehr bieten als ein Kinofilm, der idealerweise Szenario, Figurenentwicklung, Handlung und Schauwerte in zwei Stunden quetschen muss.
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mal editiert, das letzte Mal am 02.07.2015, 10:41 von Aldridge.