Komplettes Thema anzeigen 23.06.2015, 18:01
Indy2Go Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Jurassic Park
Die starke literarische Vorlage "DinoPark" von Michael Crichton wurde von Steven Spielberg erstklassig inszeniert und bekam dank Komponist John Williams eines der besten Musikthemas überhaupt. Darstellerisch gibt's hier auch nichts zu nörgeln, doch das bemerkenswerteste sind und bleiben die Spezialeffekte. Damals setzten sie neue Maßstäbe, aber auch noch heute kann man sie ohne Abstriche genießen. Die kostspielig restaurierte 3D-Version bereitet, obwohl der Film logischerweise nicht in 3D gedreht wurde und solche Nachbearbeitungen meistens auch eher suboptimal ausfallen, ebenfalls sehr viel Freude. Was mir nach "Jurassic World" positiv aufgefallen ist: Der Park an sich ist weniger größenwahnsinnig. In Sachen Fuhrpark, Architektur etc. blieb man hier noch ganz realistisch, während der aktuelle Streifen da wieder sehr futuristisch daher kommt. Grundsätzlich darf er das natürlich, aber ich für meinen Teil bin altmodisch. Ich mag lieber Autos statt Hamsterkugeln. Jedenfalls, ganz ohne Kritik kommt mir aber auch dieses Meisterwerk nicht davon. Das völlig sinnlose 3D-Interface der PCs z. B. ist aus heutiger Sicht nicht mehr glaubhaft und einige Male erschienen mir die Reaktionen der Charaktere etwas naiv geschrieben, so etwa das Kind, das sofort nachdem es sein Bewusstsein nach den 10000 Volt wiedererlangt hat, fertig zählte. Aber das ist nun wirklich Erbsenzählerei. Werfen wir doch alle Erbsen in einen Pott und wiegen sie - ich komme auf 10 (von 10) Kilo.

Vergessene Welt: Jurassic Park
...kam bei den Meisten ja deutlich weniger gut an, als sein Vorgänger. Aber warum eigentlich? Weil einer das gesagt hat und es alle nachplappern? Jain. Ich sehe ihn schon eher als Blockbuster, der in erster Linie unterhalten will ohne dabei ein Meisterwerk zu sein. Dafür ist er zu naiv, gerade das Ende. Der T-Rex spaziert ohne dass mal einer das Licht einschaltet durch die Gärten der Bewohner. Die Story basiert dann auch auf einem relativ reingequetschten Konzept; urplötzlich erfährt man, dass es schon immer eine zweite Insel gab, auf der nach wie vor Dinosaurier unter inzwischen natürlichen Bedingungen leben. Aber von solchem Kleinkram abgesehen, ist dieses Stück ein erstklassiger Unterhaltungsfilm. Dieses Mal wird auch bisschen mehr kaputt gemacht und mehr Dinos stampfen über den Bildschirm. Einziges Manko: Kein Allan Grant mehr. Leider, er war meine Lieblingsfigur im vorherigen Film und auch (fast) nichts mehr vom grandiosen John Williams-Thema. Der Score war aber trotzdem sehr stark. Ich komme hier auf fast 8 Kilo Hülsenfrüchte. Zwinkernder Smiley
Marc S.
Bismarck biss Marc, bis Marc Bismarck biss.