Betreff: Re: Die Macht des (nörgelnden) Fans
Zitat von Toth:Schließlich ist nichts besser für das eigene Ego, als sich an extrem reichen und erfolgreichen Persönlichkeiten abzuarbeiten, um sich selbst als intellektuellen, kritischen Geist in Szene zu setzen, der sich von keiner teuer gehypten filmischen Plumpheit überrumpeln lässt, auf die der "Mainstream" immer und immer wieder herein fällt.
Sehr treffend beschrieben. Natürlich kann man da auch nicht alle pauschal aburteilen. Aber es gibt eine Menge Leute, die automatisch auf Gegenkurs zum "Massengeschmack" gehen und sich dabei besonders intellektuell geben.
Zitat von Toth:Ärgerlich wird das Ganze dann, wenn die Filmstudios auf diese, sich selbst ungeheuer wichtig nehmende, aber zahlenmäßig eher unbedeutende Gruppe explizit reagiert und anfängt, teure Filme auf deren Geschmack zu zuschneiden.
Der Mechanismus erschließt sich mir auch noch nicht so ganz. Die gesetztere Geek-Meute, die Ende der 70er, Anfang der 80er mit den Kultfilmen aufgewachsen sind, die heute wiederbelebt werden, zählen doch weder zahlenmäßig noch alterstechnisch zur Hauptzielgruppe unter den Kinogängern. Warum gibt man sich dann so viel Mühe, Fans von Star Wars IV oder Aliens einzufangen? Hat man wirklich solche Furcht vor dem penetranten Gebashe im Internet? Selbst eine potenzielle gute / schlechte Mundpropaganda dürfte den Aufwand doch eigentlich nicht wert sein, oder?