Komplettes Thema anzeigen 22.02.2015, 15:50
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück - Regisseur Peter Chelsom (Funny Bones) hat sich des Bestsellers von François Lelord angenommen und einen sympathischen und nicht minder gefühligen Selbstfindungstrip geschaffen. Simon Pegg darf als Psychiater rund um die Welt reisen, um zu erfahren, was Glück ist. Und macht dabei zahlreiche denkwürdige Erlebnisse sowie die Bekanntschaft mit einem namhaften Cast, darunter Rosamund Pike, Stellan Skarsgård, Toni Colette und Jean Reno. Die Ausgangssituation ist sicher nicht neu, schließlich bewegt sich Hectors Reise irgendwo im Spannungsfeld zwischen Eat, Pray, Love und Das erstaunliche Leben des Walter Mitty. Doch was diese Weltreise ins Innere mehr noch als die anderen Vertreter auszeichnet, ist sein märchenhafter und - trotz aller Nachdenklichkeit – optimistischer Charakter. Auf die reichlich menschelnde Grundstimmung muss man sich zwar einlassen können, aber zur Belohnung gibt es dann auch zwei Stunden gute und bewegende Unterhaltung.

Predestination – Die Spierig-Brothers – Michael und Peter, beide in Deutschland geboren und im Kindesalter mit den Eltern nach Australien ausgewandert – haben sich mit ihren bisherigen Horror-Werken Undead und Daybreakers einen guten Ruf bei Genrefans erworben. Mit Predestination gehen sie nun einen konsequenten Schritt weiter. Grundlage ist die Kurzgeschichte All you Zombies von Robert A. Heinlein (Starship Troopers), die sich mit Zeitreisen beschäftigt und die daraus resultierenden Paradoxa auf die Spitze treibt. Die Spierigs nehmen sich für die Erzählung der leicht skurrilen und auch tragischen Lebensgeschichte reichlich Zeit und meistern damit das Kunststück, gleichermaßen Hirn und Herz des Zuschauers anzusprechen. Der Hauptverdienst jedoch kommt dabei der bislang wenig bekannten australischen Schauspielerin Sarah Snook zu, die – so klischeehaft das auch klingt – die vielen Facetten ihrer Rolle meisterhaft spielt und ganz für sich einnimmt. Jegliche Aussage zur Story selbst wäre nur ein Spoiler, deshalb muss als Fazit reichen: Sci-Fi der anspruchsvolleren Art mit Stil.