Betreff: Re: Der letzte Film
Das ist die Frage. Der Vorwurf, den sich der Film vielfach gefallen lassen musste, ist ja, dass er sich diese Philosophie der Spartaner zu Eigen macht und sie entsprechend glorifiziert. Und dass ausgerechnet der körperlich Missgebildete auch charakterliche Schwächen offenbart und zum Verräter wird, ist ja ein bewusst gewählter Bestandteil der Handlung. Zack Synder musste sich seinerzeit vorhalten lassen, dass er da doch eine - freundlich formuliert - sehr konservative Klientel bedient. Auch wenn das vielleicht zu weit geht, wäre aber ein möglicher Diskussionspunkt, ob der Film nicht etwas mehr Fingerspitzengefühl hätte beweisen können.
Ich hatte bei der Zweitsichtung vor einigen Jahren gemerkt, dass der Film optisch zwar unheimlich was hermacht, ich dem ("spartanischen") Off-Sprecher aber am liebsten einen Knebel in den Mund geschoben hätte. Das nahm für mich einiges vom Filmgenuss.