Betreff: Re: Der letzte Film
@ Kukulcan: Das stimmt schon. Wobei ich zugeben muss, dass seine Form der Inszenierung auf die Gangster-Filme aus Hongkong einfach gut gepasst hat. Der Ansatz ist nur leider wenig kompatibel, wenn man andere Filme in der Art inszeniert. Das zeigte sich schon bei so einer bodenständigen Prügel-Action wie Harte Ziele und war bei einem Kriegsfilm wie Windtalkers sogar fehl am Platz. Bei der Philip K. Dick-Verfilmung Paycheck wirkte es dann letztlich total veraltet (und die obligatorischen Tauben vor dem Finale ergaben überhaupt keinen Sinn mehr). Red Cliff habe ich immer noch nicht gesehen, würde mich interessieren, wie der inszeniert ist.
@ Plissken: Das ist in der Tat das Schöne und auch Beachtenswerte an der Alien-Reihe: Jeder Film ist anders und trägt (zumindest in Ansätzen) die Handschrift des jeweiligen Regisseurs. Äußerungen nach dem Motto "Für mich gibt es nur zwei Teile" mögen zwar eine Meinung widerspiegeln, werden der Alien-Reihe dann aber auch nicht ernsthaft gerecht. In meinen Augen hatte Fincher mit dem dritten Teil einen Horrorfilm abgeliefert, der es dann zwar doch an Spannung fehlen lässt, der aber eindeutig mit seiner apokalyptischen Atmosphäre punktet - und dann doch schon die Handschrift Finchers erkennbar macht. Insgesamt sicherlich ein toller Film, der sich handwerklich auch nicht vor den anderen Teilen verstecken muss. Wirklich interessant, wenn auch nicht unbedingt besser, wäre es geworden, wenn sich Autor Vincent Ward mit seiner Vision eines raumfahrenden Klosters aus Holz als Handlungsort durchgesetzt hätte. Sehr abgedrehte Idee, wäre sicherlich sehr strange geworden.