Betreff: Re: Star Wars Expanded Universe
Ach so, ihr meint, dass das EU in sich nicht schlüssig ist angesichts der Größe des Ganzen. Ja, das ist mir insbesondere bei den Büchern von Kevin J. Anderson aufgefallen, die ich aber auch storymäßig nie sonderlich gelungen fand. Dort wird ja Admiralin Daala eingeführt, die ich weiß nicht mehr wie viel Jahre in ihrem Schlundzentrum saß und über drei, vier Sternzerstörer verfügt. Anderson betont dann immer wieder, wie viel Macht diese paar Sternzerstörer bedeuten, aber angesichts der OT ist das dann doch irgendwo keine richtige Bedrohung. Zumal Daala nicht gut charakterisiert wird und sich für eine Admiralin dann doch ziemlich dumm anstellt.
Bei Zahn fand ich es noch in Ordnung. Er bringt ja den Gesichtspunkt der Infrastruktur überhaupt erst ins Spiel, also den Umstand, dass es Werften gibt, die dann auch eine strategische Bedeutung erhalten in einem Konflikt. Für solche Dinge war in der OT ja nie wirklich Platz - die Schiffe waren ganz einfach da und neue Jäger- und Sternkreuzer-Typen wurden dann auch einfach eingeführt, ohne das groß zu erklären. Das ganze Arsenal der Filme durfte dann erst so richtig in den 90ern durch die Romane und das Rollenspiel eingeordnet und systematisiert werden.
Den frühen Daley- und Smith-Romanen rund um Solo und Calrissian merkt man schon an, dass das Universum noch sehr jungfräulich gewesen ist. Die Geschichten spielen ja in irgendwelchen Sektoren, bei denen man immer das Gefühl hat, dass die mit dem Rest der Galaxie nicht sonderlich viel zu tun und auch noch nie vom Imperium gehört haben. Auch war das Geschilderte noch stark von der "klassischen" Golden Age-Sci-Fi geprägt. War aber trotzdem schön geschrieben und charakterisiert.