Komplettes Thema anzeigen 21.04.2014, 12:47
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Malavita - Ich kann schon verstehen, warum der Film bei Kritik und manchen Zuschauern so schlecht wegkam. Regisseur Luc Besson konnte sich offensichtlich nicht ganz entscheiden, was er mit dem Streifen denn nun abliefern wollte: Für eine Mafia-Komödie fällt Malavita streckenweise überraschend gewalttätig und nachdenklich aus. Doch für eine ernsthafte Mobster-Hommage steht wiederum der humorige Culture Clash in der Normandie zu stark im Vordergrund. Da gefriert dem Zuschauer schnell mal das Grinsen im Gesicht, während an anderer Stelle Spannung durch Humor aufgelöst wird. Zudem werden einige Handlungsstränge wie die kleine Romanze der Familientochter irgendwann im Filmverlauf einfach fallen gelassen oder letztlich nicht zu Ende geführt. Und dennoch: Malavita ist bei weitem nicht so schlecht wie sein Ruf. Besson führt eher episodenhaft durch die Handlung und fängt ganz nebenbei ein charmantes Bild der französischen Provinz. Und auch seine Darsteller agieren entspannt und mit einem gewissen Maß an Spielfreude. Darüber hinaus kann man Besson anrechnen, dass er ganz offenbar ein Fan von Mafia-Filmen ist und einige Klischees des Genres genüsslich durchexerziert - was letztlich in der Filmvorführung von Goodfellas gipfelt. Natürlich hätte man angesichts der Namen aller Beteiligten ein Meisterwerk erwarten dürfen. Aber so ist immerhin noch ganz kurzweilige Unterhaltung dabei herausgekommen.