Komplettes Thema anzeigen 27.01.2007, 23:30
FloW Abwesend
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Wohnort: Rheinhessen


Betreff: Stereotypen in RAIDERS und Co
Raiders wird neben vielen weiteren Hollywoodstreifen als stereotypisierend bezeichnet...

http://film.guardian.co.uk/...59,00.html

Meine Meinung: Ich kann die Argumentation der Islamischen Menschenrechts Kommision nicht ganz nachvollziehen, verstehe aber die Kritik der Organisation. Natürlich wird der Bezug zur Realität in vielen Kinofilmen durch "Schwarz-Weiß-Färberei" verzerrt um Spannung aufzubauen und den Kontrast zwischen "Gut" und "Böse" zu intensivieren. Stereotypen helfen sicher auch als Orientierungshilfe und Zugehörigkeitsmerkmal. Trotzdem glaube ich das man das Publikum immer weniger mit Helden und Antihelden abfertigen kann. Was ist schon gut oder böse? Alles und jeder hat beide Teile in sich. Aber jeder Film hat seine Zeit. Ich denke viele Stereotypen können durch Unwissenheit oder mangelhafte Recherche entstehen. Aber kritisch wird es erst wenn aus Stereotypen Vorurteile werden. Na klar, ist nicht jede Filmszene gesellschaftlich-korrekt, aber dafür ist es ja auch "nur" ein Film und fiktive Kunst. Doch wenn Filme als Propaganda oder politische oder religiöse Manipulation des Zuschauers dienen, dann verbaut das Brücken und lässt tiefe soziologische Abgründe entstehen. Im Jahrzehnt vom Indiana Jones (80er) hatten wir eben den Kalten Krieg und da gab es eben zwei Supermächte. Ich denke darin ist begründet warum jeder Film seine Zeit hat und zwischen "Gut" und "Böse" unterschieden wurde. Aber das ist Schnee von gestern.
Ich denke George Lucas hat mit Indy IV als Charakterstück, (hat er ja bereits angekündigt), eine "gute Wahl" getroffen. Zwischenmenschliche Beziehungen werden also ein wichtiges Mosaik für den neuen Teil und geben genug interessanten Stoff, ohne gleich wieder bestimmte Gruppen durch den Kakao zu ziehen.

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Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, das letzte Mal am 28.01.2007, 10:50 von FloW.