Komplettes Thema anzeigen 11.06.2012, 22:31
Arne Abwesend
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Dabei seit: 12.01.2011
Wohnort: Wilhelmshaven


Betreff: Re: wi hilft man so jemanden?
Zitat von azrael:

war beim jugendamt, beim weißen ring und bei der polizei.

Ich denke, das solltest du auch machen. Beraten lassen würde ich mich in jedem Falle. In solch einer Beratung kann auch durchaus zur Sprache kommen, was du tun solltest, beziehungsweise, wann du den Ball abgeben solltest. Ich komme aus dem soziale Bereich und denke, dass das Frauenhaus schon professionell arbeitet. Die werden Gründe haben, ihren Adressaten auf solch eine Art und Weise zu begegnen. Aber körperliche Auseinandersetzungen und soviel Distanzlosigkeit (er kommt zu dir nach Hause) sind für mich Alarmzeichen, dass du zu nah dran bist. Ich würde mich beraten lassen.

Du kannst googeln: Anlaufstelle+ Gewalt+ [Deine Stadt]

Geh zu einer Beratungsstelle, wenn diese nicht das Passende ist, wird dir das das Fachpersonal sagen und mit dir zusammen gucken, welches das richtige Angebot für dich ist.

Kannst du bei dem Personal vom Frauenhaus um ein vertrauliches Gespräch bitten? - Auch noch ein Gedanke.

"Hier einige Ansätze zum Nachdenken.

Es gibt Helfertypen, die das Wohl der anderen über das eigene setzen. Manche haben ein besseres Gespür für die Nöte der anderen als für ihre eigenen Bedürfnisse.

Sie glauben, dass sie nur bei absolut zwingenden Gründen nein sagen dürfen.

Sie haben oft keinen Überblick darüber, was sonst noch an Aufgaben und Terminen ansteht. Das kann auch eine Folge mangelnder Selbstorganisation sein.

Sie haben oft keine realistische Sicht von dem, was sie leisten und bewältigen können. Sie laden sich zuviel auf, weil sie ihre Grenzen nicht kennen.

Sie setzen die Freude am Helfen über alles, weil es ihnen Bestätigung und Anerkennung gibt.

Sie haben Angst vor Ablehnung, wenn sie zu jemanden, der sie um etwas bittet, «nein» sagen. Sie fürchten, dadurch die Beziehung zu gefährden. Diese Angst liegt aber zumeist nicht offen auf dem Tisch. Um sie zu entdecken, braucht es Zeit und einen Zugang zu den eigenen Motivationen und tiefer liegenden Gefühlen."

Das ist kopiert. Allerdings steht dort auch etwas Wahres: dein Bedürfnis ist es sicherlich nicht, dich zu prügeln. Und genau da setzt ein, dass es gegen deine Bedürfnisse geht. Also werde dir in einem Beratungsgespräch klar, was du tun kannst, willst, solltest.

Und: Beratungsgespräche sind absolut vertraulich. Ist vielleicht klar, vielleicht auch nicht.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, das letzte Mal am 11.06.2012, 22:41 von Arne.