Komplettes Thema anzeigen 01.02.2012, 18:58
Das Brötchen Abwesend
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Betreff: Re: LED-Taschenlampen
Das genannte MH-C9000 Ladegerät bei Amazon kenne ich noch nicht näher. Dieser Review ist zwar ein Einzelfall, zeigt aber ein paar Verhaltensweisen des Ladegerätes, die auch von den Diskussionsgegnern nicht wirklich bestritten werden und die mich auch sehr stören würden. Doch es scheint an sich brauchbar zu sein. Evtl. sei hiermit auch noch auf das Technoline BC900 hingewiesen, das einen höheren Ladestrom als das von mir benutzte BC700 ermöglicht.

Ich habe zwar in meiner Jugend das eine oder andere Ladegerät selbst gebaut, kenne also die Grundlagen ganz gut, mich aber seit dem Kauf meines BC700 nicht mehr in der Tiefe mit den Geräten an sich beschäftigt. Einzig von den Superschnelladern von Ansmann kann ich noch abraten - da habe ich hier eines rumliegen, das bekommt Eneloop-Akkus nur halb voll und hat auch speziell dafür ausgewiesene schnelladefähige Ansmann-Akkus so gebraten, daß Luft rauszischte (Akkus haben ein Sicherheitsventil, das bei übermäßiger Erwärmung/Gasbildung im inneren aufmacht).

Bei LiIo-Akkus sind ja die Taschenlampenvertreiber irgendwie am tiefsten in der Materie. Selected-Lights hat hier eine schöne Auswahl an Geräten. Darunter sind auch mehrere Geräte mit 4 oder 6 Schächten, z.B. der Große Bruder meines XTAR WP2 II, das XTAR WP6. Hier ein Thead zum WP6. Knackpunkt kann das auch in dem Thread erwähnte Verhalten bei tiefentladenen Akkus sein. In diesem Fall verhindert die Schutzschaltung des Akkus nämlich, daß der Akku noch Spannung abgibt, damit erkennt das Ladegerät aber auch nicht mehr, das ein Akku zum Laden angeschlossen ist. Der WP6 läd allerdings nur mit 600 mA, d.h. ein typischer 18650-Akku ist erst nach über 5-6 Stunden voll.

Wie aber schonmal gesagt: auf alle Fälle Hände weg vom Wolf-Eyes Ladegerät.

Bei 18650-Akkus benötigt man eigentlich nie mehr als 2 Akkus gleichzeitig.

Die geschützten Akkus sind eigentlich immer als "protected" beworben/beschriftet. Ich selbst habe zwei 18650 AW-Akkus mit 2900 mAh (Stückpreis 28¤), da diese bei meiner Eagletac-Lampe aber laut Test vom Lampentroll nicht gehen (Kontaktprobleme), und sie eigentlich unnötig teuer sind, würde ich sie nicht mehr kaufen.
Dann habe ich noch zwei Enerpower Akkus mit 2900 mAh (Stück zu 18¤). Bisher kann ich an diesen nichts bemängeln, angeblich sind in den Enerpower-Akkus Zellen von Panasonic verbaut. Enerpower wird in den Foren immer wieder empfohlen (Preis/Leistung stimmt).
Die Eagletac-Akkus sollen auch noch ganz gut sein. In XTAR-Akkus sind wohl Zellen von Sanyo verbaut, die sollen auch gut sein.

Es gibt in Foren übrigens Berichte von Li-Io Akkuusern, daß bei den derzeitigen niedrigen Temperaturen durchaus Probleme auftreten (Flackern von Lampen, höchster Leistungsmodus geht nicht mehr...).

Es ist schon erstaunlich, wie intensiv sich die User im Taschenlampenforum selbst mit Details beschäftigen. Da werden Messreihen von Akkus gemacht, Datenblätter der Hersteller gewälzt etc.
Leider sind das nicht unbedingt Elektroniker, so daß bisweilen auch mal die eine oder andere Grundlage fehlt, aber es ist schon sehr gut, was die da machen. In meiner Jugend wäre es vermutlich ein Haupthobby von mir geworden, mich da an solchen Messungen zu beteiligen. Grinsender Smiley Lachender Smiley

Nachtrag: Was ich natürlich nicht weiß ist, ob die Enerpower-Akkus immer im Forum empfohlen werden, weil sie wirklich so gut sind, oder ob es nur daran liegt, daß der Händler der diese vertreibt (Lampentroll), dort sehr aktiv ist. Zwinkernder Smiley
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 01.02.2012, 19:03 von Das Brötchen.