Komplettes Thema anzeigen 10.11.2011, 13:12
Jean Royale Abwesend
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Betreff: Re: Uropas Kriegserinnerungen
Gut, das ist eine sinnige Erklärung, danke! Ich bin auch insgesamt etwas erstaunt gewesen, was seine Einstellung zum Krieg angeht, da merkt man, dass wir in einer deutlich pazifistisch geprägten Gesellschaft leben. Ähnlich wie Otto Dix hat Uropa Jäger den Krieg einfach als Krieg wahrgenommen, als eine Art natürlichen Zustand, der zwar brutal und lebensbedrohlich ist, aber der einfach da ist. Entweder es herrscht Frieden oder Krieg, und beides ist nichts ungewöhnliches. In diesen Momenten muss der Mann dann treu seine Pflicht erfüllen, egal, ob er es gerne tut. Nach Ursachen oder kritischer Hinterfragung der Gründe für den Krieg wird dabei nicht gesucht, gleichzeitig wird aber auch nichts glorifiziert oder verbrämt und auch nicht abgelehnt - eine für mich eigenartige Melange. Edit: passt aber zur Obrigkeitsbezogenheit. Eine von vielen historischen Mentalitäten, die für sich steht und die ich erst mal verstehen musste. Der leicht kritisch wirkende Anfang zeigt aber vielleicht auch, dass Uropa so etwas wahrscheinlich trotz allem nicht gerne noch mal erleben wollte. Vielleicht irre ich mich, aber im Moment bin ich erst mal bei diesen Konklusionen angekommen.
Lukas
"Das sind nicht die Jahre, Schätzchen, das ist Materialverschleiß." Lachender Smiley
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, das letzte Mal am 10.11.2011, 13:14 von Jean Royale.