Komplettes Thema anzeigen 10.11.2011, 12:50
The German Abwesend
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Betreff: Re: Uropas Kriegserinnerungen
Eine sehr schöne Arbeit die du uns da zeigst. Ja, es ist selten, daß besonders aus dem 1. WK solche Erinnerungen vom gemeinen Soldaten zu finden sind. Ich freue mich schon auf die weitere Lektüre dieser in meinen Augen wichtigen Geschichte.
Über den Bart muß man sich aber keine gedanken machen. Er tauchte schon vor Hitlers Machtergreifung als modische Erscheinung auf. Durch Hitler wurde er nur bekannter in der Welt. :-)
Daraus lässt sich jedoch keine völkische Gesinnung lesen. Denn auch die Ausweise waren Pflicht. Da er im Kaiserreich aufwuchs ist natürlich die Obrigkeitshingezogenheit ( ich nutze bewußt nicht den Begriff der Hörigkeit!) anerzogen bekam hat er sich sicher wie die meisten auch damit arangiert ohne arges zu wollen. Damals war der Begriff nationalistisch zu sein nicht so verwerflich wie heute in unserem Lande. Das nationale Dazustehen wird uns von den Amerikanern, Briten, Franzosen, Thailändern, Skandinaviern auf unterschiedlichste Art vorgelebt. Nur der deutsche hat in der Regel probleme damit in diese Schublade gesteckt zu werden aus geschichtlichen Schuldgefühlen heraus.
Daher handelte er für seine Zeit völlig normal. Daß er dem Krieg welcher mit keinem vorher zu vergleichen war so gegenüberstand wie er es tat zeugt doch auch von der zeit in der er lebte.
Fühle welches Lied in dir spielt.