Betreff: Re: Red Wing Boots
Zitat von MarionRavenwood:Da ich schon länger mit der Anschaffung von einem Paar Red Wings liebäugele, sind mir u.a. verschiedene Sohlentypen aufgefallen:
Grobprofil (durchgehend)
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Grobprofil (durchgenäht, nicht durchgängig)http://www.amazon.de/...lor_name=x
Feinprofil (hell)
http://www.amazon.de/...lor_name=x
Glattprofil (durchgenäht)
http://www.onlineshoes.com/...p_id126807
Die beiden letztgenannten Profiltypen fallen wg. ihrer von vielen NutzerInnen im Net kritisierten mangelhaften Rutschfestigkeit - außer auf trockenem Asphalt - schon einmal aus.
Es bleiben also die o.a. Grobprofile.
@Diefenbaker schrieb hierzu:
„Die Performance einer Vibram-Sohle wirst Du mit dieser Art Boots nicht ausreizen können. Daher bist Du mit der Redwing-Sohle bestens bedient. Meine 2918 haben den gleichen Sohlenaufbau und ich fühle mich selbst bei diesen Wetter- und Wegeverhältnissen trittsicher.“
@Der Hundscheiter schrieb:
„Die neuen Sohlen haben auch schon wieder ein paar Kilometer und sind definitiv rutschfester als die Originale. Vor allem der Absatz, der vorher nahezu heimtückisch war. Dass auf der Unterseite keine (durchgelatschten) Fäden mehr sind ist mir eigentlich ganz egal, Hauptsache es hält.“
Nach den Fotos der Charles Beckman Classics von Hundscheiter schließe ich u.a. wg. der Beschreibung und der noch sichtbaren „durchgenähten“ Sohle, dass es sich ursprünglich um die von mir als " Grobprofil (durchgenäht, nicht durchgängig)“ bezeichnete Sohle handelte, die mir bislang wegen ihres Veith-Pirelli-M&S-Profils als durchaus schnee- und eistauglich erschien.
Das Gleiche galt für die Chelsea Boots 2918 von Diefenbaker.
Wenn ich aber die jeweiligen völlig unterschiedlichen Erfahrungen zugrunde lege, kommen mir allerdings wieder erhebliche Zweifel an der Nutzbarkeit der Red Wings bei Eis und Schnee..
Oder handelt es sich bei Diefenbakers und Hundscheiters Schuhen doch um jeweils andere Sohlentypen?
Vielleicht könnt Ihr das ja klären.
Gruß
Marion
In meinem Fall ist es eindeutig das zweite dargestellte Profil.
Zun Sohlenaufbau möchte ich folgendes sagen:
Die Redwings sind ja bekanntlich rahmengenäht. Diese aufwändige Konstruktion wurde nicht aus einer Laune heraus gewählt.
Daher gilt das Aufkleben einer neuen Laufsohle anstelle einer genähten Befestigung an der Rahmenkonstruktion (und damit vollständigem Verbund mit Schaft und Brandsohle) als dürftige Behelfslösung unfähiger Flickschuster. Der Schuh verliert dadurch an Stabilität und Passform. Warum das so ist wird man nach der Lektüre des von mir unten eingestellten Wikipedia-Links erkennen.
Im Fall der gezeigten zweiten Redwings-Sohlenkonstruktion ist ein Kleben der "Verschleißschicht" durchaus vertretbar. Betrachtet man den Sohlenaufbau genauer - und bei neuen Redwings Stiefeln sind die einzelnen Lederschichten sehr schön zu erkennen - wird jeder sehen, dass die Lederlaufsohle im Bereich des Gummiprofils "gespalten" ist. Ich will sagen, von der Ledersohle wurde eine dünne Schicht abgetragen und dort hinein das Gummiprofil gesetzt. Wird bei einer Reparatur lediglich das Gummiprofil ersetzt, ohne den kompletten Sohlenaufbau anzupacken - und danach sehen mir die Fotos aus - besteht zwischen der Ledersohle und dem übrigen Schuh weiterhin die genähte Verbindung über den Rahmen. Anders gesagt, bei "Der Hundscheiter's" Schuhen sieht es so aus, als habe der "Schuster" lediglich die "Verschleißschicht" angeklebt.
Zum besseren Verstandnis empfehle diesen Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Machart
Edit: Habe hier Namen verwechselt und auch noch falsch geschrieben *schäm*
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mal editiert, das letzte Mal am 21.01.2011, 17:52 von Diefenbaker.