Betreff: Re: Der letzte Film
Ich habe den Film letztens nicht gesehen, deshalb nicht alle Details frisch im Kopf. Aber war es nicht so, dass die weibliche Figur behauptet hat, sie sei von Gott geleitet worden oder so ähnlich? Und sagt sie nicht später auch in einem Off-Text, das Gegenmittel von Neville sei sein Vermächtnis an die Menschheit? Wenn das so sein sollte, dann spiegelt der Film eigentlich nur den reaktionären Gottesglauben wider, den es in den USA zwar schon immer gegeben hat, der aber gerade seit dem 11. September wieder stärker spürbar war. Die Moral von der Geschichte wäre dann auch in diesem Fall, dass jegliche Bedrohung von außen zu meistern und die Erlösung nahe ist, wenn man nur glaubt. Der Wissenschaftler (Smith), der allein an die Naturgesetze glaubt und dadurch schon die Katastrophe verantwortet hat, geht hops, die Gläubige (die zuckersüße Alice Braga) darf überleben. Oder mit anderen Worten: Das originale Ende ist viel, viel besser.
Aber das ist natürlich nur eine Interpretation. Habt ihr eigentlich von den Plänen gehört, dem Film ein Prequel zu spendieren? Das fände ich überhaupt nicht reizvoll.