Komplettes Thema anzeigen 27.12.2010, 12:20
Aldridge Abwesend
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Betreff: Re: Der letzte Film
Oben - Was für ein Anfang! Die ersten 15 Minuten dieses Pixar-Films gehören sicherlich zu den emotional bewegendsten Kinomomenten der vergangenen Jahre. Innerhalb weniger Augenblicke und weitestgehend ohne Dialog werden das ganze Glück und die ganze Tragik eines Menschenlebens durchgespielt. Die Geschichte der Hauptfigur behandelt Themen wie unerfüllte Träume und vergängliche Freude und ist eine ungemein starke Motivation für den Rest der Handlung. Diese fällt dann aber leider extrem ab. Die Abenteuer in Südamerika inklusive sprechender Hunde und bunter Paradiesvögel wirken wie ein Fremdkörper. Insofern macht "Oben" den gleichen Fehler wie schon "Wall-E", dessen erste Hälfte einfach genial ist und dessen zweite Hälfte völlig unpassend albern ausfällt. Dennoch findet "Oben" immer wieder zum Ursprungsthema zurück und schafft unheimlich berührende Momente. Also: Wunderbare, wenn auch für einen Pixar-Film ungewohnt melancholische Unterhaltung.

Einen leicht faden Beigeschmack hinterlässt allerdings der Trubel rund um die Entstehung des Films. Im Jahr 2005 - also vier Jahre vor Veröffentlichung von "Oben" - schufen einige französische Filmstudenten folgenden computeranimierten Kurzfilm. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

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