Betreff: Re: transformers 2
Ja, das Drehbuch... Die Lose-Blatt-Sammlung. Es gab Charaktere und Handlungsstränge, die völlig ins Leere gelaufen sind. Dass das Haus der Eltern demoliert wurde, das aber im Grunde niemanden gestört hatte, wurde ja noch erklärt. Aber, bitte, wer hat sich denn die Gags mit der Mutter ausgedacht? Was sollte eigentlich dieser selbstherrliche Professor, dem so viel Screentime eingeräumt wurde? Der war doch für nichts gut, nicht mal für einen Gag. Extrem sinnlos war aber der Handlungsstrang mit diesem Regierungsbeamten. Sowohl die Storyline mit dem "Abschieben" der Autobots als auch der Mann selbst verschwanden irgendwann einfach. Die Kritik oder Angst an / vor den Robotern wurde plötzlich gar nicht mehr thematisiert. Und der Typ selbst hüpft aus dem Flugzeug, ruft dann noch mal kurz an und ist dann weg vom Fenster bzw. Bildschirm. Auch der ewig-kreischende Zimmernachbar von Shia oder der kleine rammelde Deception sind am Ende verschwunden. Bei anderen Filmen werden solche Sachen dann einfach herausgeschnitten, und das hätte auch diesem Film irgendwie noch gut getan.
Ich frage mich auch, ob Steven Spielberg vorher mal gesehen hat, was er da produziert. Ich sehe den Mann ja durchaus als Filmemacher, der sein Handwerk versteht. Der dachte doch sicherlich: "Oh, mein Gott, was ist das denn?!?!" und hat dann die Kohle eingesteckt...

Erstaunlich, dass so ein Film weltweit über 800 Mio. Dollar einspielt, während Filme wie Watchmen oder der thematisch verwandte Terminator 4 so weit hinter den Erwartungen zurückbleiben...
Stimmt, der Jetfire als alter Robo war noch ein Pluspunkt für den Film. Auch die Sprüche von John Turturro haben mich dann doch mal lachen lassen. Aber irgendwie bleibt der Film als bloße Diashow mit Explosionen im Gedächtnis.
@5IC: Das ist das Standard-Argument, lasse ich nicht gelten. Nein, nicht Masochist, denn zum einen mag ich The Rock, die Insel und in Ansätzen Bad Boys I gerne, zum anderen stehe auch ich auf Krachbumm. Aber bei Transformers 2 ist einfach so viel schiefgegangen, dass es kaum mehr schlimmer geht... Wenn ein Film eine Beleidigung fürs Publikum ist, dann darf man das auch sagen, oder? Speziell bei Michael Bay ist da durchaus eine Linie zu erkennen (wahrscheinlich eine Koks-Linie...

).
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mal editiert, das letzte Mal am 04.04.2010, 14:07 von Aldridge.