Betreff: Re: Howard Carter - ein Grabräuber und Betrüger?
Naja, mit dem Threadtitel habe ich lediglich den Tenor des Spiegel-Artikels aufgegriffen. Und das Fragezeichen steht ganz bewusst dahinter.
Der Artikel stellt es schon so dar, dass Carter ganz genau wusste, dass er die ägyptischen Behörden informieren musste, bevor da irgendwas aus der Grabkammer genommen werden durfte. Er unterstellt sogar, dass Carter heimlich in die Grabkammer eingedrungen war und dass er und sein Gönner sich zunächst ein wenig bedient hätten, bevor die Offiziellen dazu geholt wurden. Da werden halt einige Indizien genannt und Vermutungen gesponnen mit der Attitüde "Das kann gar nicht anders gewesen sein".
Wie Jens schon richtig vermutet hat, stammt der Artikel von einem bei den historisch Interessierten recht umstrittenen Autoren, der bei anderer Gelegenheit auch offen kritisiert wurde. Der Text will schon ein bisschen an der Legende kratzen, ist aber recht interessant zu lesen - und ein gewisser Indy-Bezug ist ja auch dabei...