Komplettes Thema anzeigen 15.01.2010, 17:50
Dark Hunter Abwesend
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Wohnort: Im Wilden Osten.


Betreff: Re: Howard Carter - ein Grabräuber und Betrüger?
Zitat von shortround:
Die Archäologie an sich war ja noch in den Baby-schühchen. Ich erinnere mich (was jetzt nichts mit Carter zu tun hat) aber auch daran, dass sich wohlhabende Bürger aus Mumien Staub machen ließen, da sie glaubten, dass dieser heilsam sei. Also da lief mit Sicherheit vieles, vieles falsch und aus archäologischer Sicht wurden absolute Tabus überschritten.

Das war aber nichts spezifisches für das 19. Jahrhundert. Wenn ich mich recht entsinne, galt das im Orient, aber auch in unseren Breiten schon bis ins Mittelalter hinein als Heilmittel für allerlei Zeugs. Grabplünderungen und sog. Schatzräuberei war ohnehin zu allen Zeiten en vogue und letztlich wussten "Homer" und seine Zeitgenossen auch einiges über die Lebenswelt und Technik ihrer Ahnen, was sie sicher nur durch gewisse Raubgrabungen erfahren haben dürften. So manche Beschreibung von Waffen und anderen Dingen in den Werken Homers passt zu Dingen, die es es zu dessen eventueller Lebenszeit nicht mehr gab und doch wusste man irgendwie davon. Ruinen und seltsame Orte zu erforschen reizte die Menschen nun einmal zu allen Zeiten. Ich kann es denen damals nicht weniger verübeln, die wussten es nicht besser.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, das letzte Mal am 15.01.2010, 17:52 von Dark Hunter.