Betreff: Re: Indiana Jones Handwaffen
Waffen müssen bei einem Büchsenmacher fachgerecht "unbrauchbar" gemacht werden. Mit doityourself ist da nichts. Der Büchsenmacher muss die Umbauarbeiten auf einem Zertifikat dokumentieren. Gegebenenfalls kann es auch notwendig werden die Waffe beim BKA in Wiesbaden nach dem Umbau in Revision gehen zu lassen (gilt meist für aus dem Ausland erworbene Waffen die dort auch unbrauchbar gemacht wurden/Einfuhrwaffen). Nach dem neuen Waffengesetz muss die Waffe glaub ich auch dem Beschussamt vorgeführt werden. Aber das läuft dann über den Büchsenmacher.
Große Fachgeschäfte bieten es an "scharfe" Waffen auf Deko oder Salut umzurüsten. Am bekanntesten dürfte da
Frankonia sein, die bieten diesen Service schon seit vielen Jahren an. Soweit ich mich erinnern kann waren auch schon im Angebot bei denen fertig umgebaute Waffen als Deko oder Salut zu erwerben. Der Shop wurde hier im thread ja schon angeführt.
Von der Idee eine scharfe Waffe zu erwerben und unbrauchbar machen zu lassen rate ich aus Kostengründen ab. Das ist etwas für Sammler der Karte schon voll ist oder die nur Deko sammeln. Kurzes Beispiel aus dem Jahr 1995. Eine Waffe kostete 950,- DM, dazu kamen dann nochmal 807,- DM für den Umbau zur Dekowaffe. Das wären ca. 85% des Kaufpreises.
Am besten gleich von vorneherein nach eine Waffe umsehen die schon umgebaut ist. Aber das ist auch nur ein Richtwert. Es kann auch sein das eine Waffe für 300 Euro mit Umbaukosten um die 400 Euro zu Buche schlägt. Kommt drauf an was geändert werden muss, was das mit dem Beschussamt etc kostet und was der Büchsenmacher an Lohn verlangt.
Was die Sache mit dem Waffenschein, der Waffenbesitzkarte und so weiter angeht. Eigentlich kann jeder in Deutschland mit vollendetem 18. Lebensjahr eine Waffe im Waffengeschäft kaufen und die dann zum unbrauchbarmachen da lassen. Das ist sicher kein Thema. Alles möglich. Aber wie gesagt sauteuer.
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mal editiert, das letzte Mal am 13.01.2010, 18:02 von JackSpade.